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Edelstahlprodukte

Neben den üblichen Festigkeitsklassen werden häufig Verbindungselemente aus nichtrostendem Stahl eingesetzt. Dieses Material hat eine hohe Funktionssicherheit und eine lange Lebensdauer. Bei niedriglegierten Stählen bildet sich auf der Oberfläche Eisenoxid (Rost). Bei legierten Stählen, mit einem Chromanteil ab 12 %, bildet sich Chromoxyd. Diese Verbindung schützt die Oberfläche vor Korrosion. Der Stahl ist rostbeständig. Die rost- und säurebeständigen Verbindungselemente werden nach DIN EN ISO 3506 Teil 1 in Stahlgruppen, Stahlsorten und Festigkeitsklassen eingeteilt •Ferritische Stähle F1 sind magnetisch. •Martensitische Stähle mit der Zusatzbezeichnung C1, C3 und C4 sind härtbar, aber nur begrenzt korrosionsbeständig. •Austenitische Stähle mit den Bezeichnungen A2 und A4 werden am häufigsten eingesetzt. A steht für Austenitischen Chrom Nickel Stahl mit einem Legierungsbestandteil von 15-20% Chrom und 5-15% Nickel. A1 für spanabhebende Bearbeitung mit ca.2% Kupferanteil. Die Korrosionsbeständigkeit ist eher gering. A2 ist eine häufig eingesetzte Stahlsorte mit ca. 18% Chrom und ca. 8% Nickel. Sie besitzt eine gute Rostbeständigkeit ist aber nicht geeignet für salz- und chlorhaltiges Wasser. A3 hat grundsätzlich die gleichen Eigenschaften wie A2 wird aber zusätzlich stabilisiert mit Ti (Titan),Ta (Tantal) oder Nb (Nobium). Dadurch erzielt man den Effekt, dass auch bei höheren Temperaturen die Chromkarbidbildung drastisch reduziert wird. A4 ist ein sehr häufig eingesetzter Werkstoff. Er ist säurebeständig durch 2-3% Molybdänanteil und ist daher geeignet für salz- und chlorhaltiges Wasser. A5 hat die Eigenschaften wie A4 wird aber zusätzlich stabilisiert wie A3. Schrauben (vorzüglich Holzschrauben bzw. Maschinenschrauben mit metrischem Gewinde) aus diesen Stahlsorten werden in die Festigkeitsklassen 50, 70 und 80 eingeteilt. Diese Zahlen findet man immer auf dem Schraubenkopf. Diese Zahlen geben 1/10 der Mindestzugfestigkeit in N/mm² an. Austenitische Chrom Nickel Stähle sind nicht härtbar. Die höheren Festigkeitsklassen 70 und 80 werden durch die Pressdrücke bei der Kaltumformung erreicht. Obwohl diese Stahlsorten nicht magnetisch sind, können die Teile durch die Kaltumformung schwach magnetisch werden !

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